Eine besondere Woche voller spannender Entdeckungen erlebten die Erstklässlerinnen und Erstklässler der Schule Wiesenau in St. Margrethen. Im Rahmen der Sonderwoche «5 Sinne» beschäftigten sich die Kinder intensiv mit Hören, Riechen, Schmecken, Sehen und Tasten. Ziel war es, die eigenen Sinne bewusster wahrzunehmen und zu erfahren, wie wichtig sie für unseren Alltag sind.
Jeder Tag stand ganz im Zeichen eines oder mehrerer Sinne. So erkundeten die Kinder unter anderem einen Barfussweg, machten verschiedene Tast- und Hörspiele und lernten dabei auf spielerische Weise, ihre Wahrnehmung zu schärfen. Besonders eindrücklich war der Besuch eines Mannes mit seinem Blindenhund. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren dabei viel über den Alltag von Menschen mit einer Sehbehinderung und konnten Fragen stellen.
Den Höhepunkt und gleichzeitig den Abschluss der Projektwoche bildete der Besuch des Erlebnismobils der Christoffel Blindenmission. Auf dem Pausenplatz und im Schulhaus wurden zahlreiche Posten aufgebaut, an denen die Kinder selbst erleben konnten, wie es ist, wenn ein Sinn eingeschränkt ist. Mit verbundenen Augen oder speziellen Brillen, die eine starke Sehbehinderung simulierten, führten sie sich gegenseitig über den Schulhof. Dabei merkten sie schnell, wie wichtig Vertrauen, Vorsicht und die Unterstützung anderer sind.
Weitere Aufgaben forderten den Tast- und Hörsinn heraus. Die Kinder ertasteten Steine, spielten blind «Vier gewinnt», bauten Türme aus Bauklötzen oder fanden beim Schüttelmemory passende Klangpaare. Mit grosser Begeisterung und viel Geduld meisterten sie alle Herausforderungen.
Die beiden Klassenlehrerinnen Francine Hageb und Shania Vogt freuten sich über das grosse Interesse und die Offenheit der Kinder. Die Sonderwoche vermittelte nicht nur Wissen über die fünf Sinne, sondern auch Verständnis für Menschen mit Behinderungen. Die vielen Erlebnisse und Erfahrungen werden den Kindern sicher noch lange in Erinnerung bleiben.