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Sonderschulklasse

Im April dieses Jahres wurde die Schule St. Margrethen darüber informiert, dass drei Schülerinnen und Schüler trotz entsprechendem Antrag des Schulpsychologischen Dienstes keinen Platz an einer Sonderschule erhalten würden. Die betroffenen Kinder waren zuvor umfassend abgeklärt worden, und der Schulrat hatte gestützt auf diese Abklärungen eine Beschulung in einer Sonderschule verfügt.

Obwohl die Verantwortung für die Bereitstellung von Sonderschulplätzen beim Kanton und den privaten Sonderschulen liegt, kommt es vereinzelt vor, dass trotz ausgewiesenem Bedarf keine Plätze zur Verfügung stehen. In solchen Fällen sind die Schulträger vor Ort gefordert, geeignete Übergangslösungen für die betroffenen Kinder zu schaffen.

Gemeinsam mit den Schulen Rheineck und Thal wurde deshalb nach einer tragfähigen Lösung gesucht. Da alle betroffenen Kinder aus den drei Gemeinden ähnliche Förderbedürfnisse aufweisen und in die 1. Klasse starten, fiel der Entscheid, innerhalb kurzer Zeit eine regionale Sonderschulklasse aufzubauen. Dank der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten konnte dieses anspruchsvolle Vorhaben innerhalb von nur zwei Monaten umgesetzt werden.

In Rheineck wurde ein geeigneter Schulraum gefunden und noch vor den Sommerferien konnten die notwendigen Fachpersonen angestellt werden. Die Klasse wird von einer Lehrpersonen geführt und zusätzlich durch einen Fachmann Betreuung sowie Logopädinnen unterstützt. Dadurch kann auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder gezielt eingegangen werden.

Auch organisatorisch waren verschiedene Vorbereitungen erforderlich. Für die Schülerinnen und Schüler aus St. Margrethen und Thal wurde ein auf den Unterricht abgestimmter Transport eingerichtet. An den beiden Nachmittagen mit Unterricht steht den Kindern zudem der Mittagstisch in Rheineck zur Verfügung.

Am 10. August 2026 hat die regionale Sonderschulklasse in den Räumlichkeiten der Primarschule Rheineck ihren Betrieb aufgenommen. Die sieben Kinder haben sich in den ersten Wochen gut eingelebt, konnten Vertrauen zu den Lehrpersonen aufbauen und finden sich zunehmend im neuen Schulalltag zurecht. Die Beteiligten blicken deshalb zuversichtlich auf die weitere Entwicklung der Klasse.

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